#3 Fußnoten zum Tag gegen Gewalt an Frauen

Seit 1981 gibt es den 25.11. als Gedenk- und Aktionstag gegen Gewalt an Frauen. Aber ein einziger Tag im Jahr reicht ja wohl nicht aus im Kampf für Emanzipation und Selbstbestimmung?! Über wen reden wir eigentlich genau, wenn wir “Gewalt an Frauen” anprangern – und wen vergessen wir vielleicht? Und was heißt es, “gegen Gewalt” zu sein? Birte und Lilly versehen den Tag mit ein paar “Fußnoten”, um diese und weitere Fragen zu klären.

Die Links zur Folge:

Über die Schwestern Mirabal könnt ihr euch zum Beispiel auf Wikipedia informieren: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwestern_Mirabal

Den Blog “Ansichtssache”, der sich auch um sexualisierte Gewalt dreht, findet ihr unter http://ansichtssache.blogsport.eu/

#2 Grenzen: Empowermentstrategien I

Die eigenen Grenzen zu spüren und kommunizieren zu können ist für alle Menschen wichtig, insbesondere auch für Betroffene von sexualisierter Gewalt. Birte und Lilly sprechen in dieser Folge darüber, woran man merkt, wo die eigenen Grenzen sind (Stichwort körperliches Spüren), und wie man es schaffen kann, diese klar und situationsangemessen zu kommunizieren. Wie man mit den Grenzen anderer Menschen umgehen kann, ob und wie es es möglich ist, Grenzen gemeinsam zu erspüren, und was Grenzen auch mit Nähe und Intimität zutun haben – all das könnt ihr in dieser Folge hören.

Anmerkung: Über das Thema Grenzen verteidigen / Selbstverteidigung werden wir zu anderer Gelegenheit ausführlicher sprechen.

Die Folge ist der Start einer Serie zu Empowermentstrategien innerhalb des Podcasts Not your Opfer.

Die Links zur Folge:

Der andere Podcast über sexualisierte Gewalt von Mai Nguyen heißt “#metoo – Das Schweigen hat ein Ende”

Zum Lernenzonenmodell: http://www.soziale-dienste.net/fileadmin/FaFDi/Wissenswertes/Lernzonenmodell.pdf

Der Artikel aus “Wege zum Nein” ist von Johanna Montanari: “Kein Käfig, keine Grenze. Für eine Politik der Beziehungen und der Präzision”. In: Wege zum Nein. Beiträge für eine radikale Debatte nach der Sexualstrafrechtsreform in Deutschland 2016. edition assemblage. Münster 2017. S. 31-46.

Birte bezieht sich zudem auf dieses Buch: Haines, Staci: Ausatmen. Wege zu einer selbstbestimmten Sexualität für Frauen, die sexuelle Gewalt erlebt haben. 2019, Orlanda Buchverlag. 

#1 Die Schattenpandemie: Corona und häusliche Gewalt

Die Coronapandemie ist nicht nur eine riesige medizinische Herausforderung, sondern zieht zahlreiche soziale und politische Konsequenzen nach sich. Unter anderem wird immer wieder gesagt, dass steigende Zahlen häuslicher Gewalt eine (unausweichliche?) Folge des Corona-Lockdowns sind. Ob das stimmt und wie das Thema häusliche Gewalt während der Coronazeit medial verhandelt wird, darüber sprechen Birte und Lilly in dieser Folge.

Sie betrachten zudem strukturelle Ursachen häuslicher Gewalt wie (finanzielle) Abhängigkeit und patriarchale Geschlechterverhältnisse (auch wenn es dazu noch einmal eine eigenständige Folge geben wird 🙂 ) und überlegen sich, welche Maßnahmen getroffen werden können, um vor allem Frauen und Kinder während eines potenziellen zweiten Lockdowns besser zu schützen und betroffene Familien zu unterstützen.

Die Links zur Folge:

Beim Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe könnt ihr unterschiedlichste Hilfsangebote in eurer Nähe recherchieren: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/hilfe-vor-ort.html

Die Studie der TU München zu häuslicher Gewalt während der Coronapandemie: https://www.tum.de/nc/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36053/

Die Poster-Aktion des Frauenministeriums “Zuhause nicht sicher?”: https://staerker-als-gewalt.de/initiative/poster-aktion-haeusliche-gewalt

Taz-Artikel zum Thema Klassismus in der Berichterstattung zu Corona und häuslicher Gewalt: https://taz.de/Misshandelte-Kinder-im-Lockdown/!5679725&s=/

Überblick zu behördlichen Statistiken über Anzeigeverhalten bezüglich häuslicher Gewalt in Zeiten von Corona: https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/corona-wo-haeusliche-gewalt-zugenommen-hat-a-fdff7e87-751c-4c46-938a-957af03ebee7

Der DLF-Beitrag, den Lilly erwähnt, der verharmlosend von “Corona-Gewaltopfern” statt von Betroffenen von häuslicher Gewalt spricht, ist leider nicht mehr online. Er ist am 1.4.2020 in den “Informationen am Morgen” gelaufen.

#0 Wer ist not your Opfer?

Endlich gibt es einen Podcast über sexualisierte Gewalt auf Deutsch! In dieser Folge erzählen Birte und Lilly, wer sie sind und warum sie einen Podcast zu gerade diesem Thema machen.

Not your Opfer – der Titel lässt sich auf zwei Arten verstehen: Erstens soll sexualisierte Gewalt bekämpft und dafür gerade die strukturellen Ursachen in den Blick genommen werden. Zweitens sollen Betroffene von sexualisierter Gewalt gesellschaftlich anders wahrgenommen werden: Nicht als traumatisierte, beschädigte Opfer, sondern als starke Menschen, die ihre Gewalterfahrungen selbstbestimmt verhandeln können.